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Nomura spricht während E3 über die Arbeit an Kingdom Hearts und den Umgang mit Gerüchten und Leaks

Ich bin mir sicher, die Fans werden überraschter über die Trailer sein, die wir in den kommenden Monaten zeigen werden, als über das, was während der E3 gezeigt wurde.

Neben der Arbeit an Kingdom Hearts III spricht Nomura auch darüber, dass das Final Fantasy VII Remake zu früh angekündigt wurde. Aber am wichtigsten: Nomura verspricht noch Ankündigungen, die uns Sprachlos machen werden!

Jetzt ist die E3 2018 bereits ein paar Tage her und es kehrte bereits etwas Stille ein. Da poppt auf einmal ein Interview des italienischen Magazins Multiplayer auf, die Tetsuya Nomura während der E3 gesprochen haben. In diesem geht es darum, wie Nomura die Arbeit an Kingdom Hearts 3 sieht, dass endlich Pixar Welten mit rein kommen und wie er mit Leaks und Rumors umgeht.

Hier die Übersetzung aus dem Englischen:

Kingdom Hearts handelt über den Konflikt von Licht und Dunkelheit, Freundschaft und Rivalität. Und über all dem steht die Reise in die Herzen der Protagonisten. Wie sieht es in den Herzen von Ihnen und Ihrem Team aus, jetzt wo die Entwicklung sich dem Ende nähert?

Nomura: Wir nähern uns dem Ende des Entwicklungszyklus und für mich persönlich ist es eine sehr stressige Zeit. Auch jetzt während der E3 erhalte ich ständig Anfragen, Teile des Spiels zu begutachten. Es gibt keinen ruhigen Moment, egal welche Uhrzeit es ist. Es gibt Dinge vom Team die überprüft werden und Nachrichten die beantwortet werden müssen.

Jetzt wo wir das Release-Datum angekündigt haben, müssen wir diesen Termin einhalten und es nicht weiter verschieben. Jeder gibt sein Bestes und sie gehen an ihre Grenzen, nicht nur wegen des Release-Datums sondern auch um ein exzellentes Spiel abzuliefern. An diesem späten Punkt in der Entwicklung versuche ich kein Feedback mehr zu geben, dass größere Veränderungen mit sich bringen würde. Das würde mehr Stress und Ärger bedeuten. Ich versuche das alles so ruhig wie möglich anzugehen.

Was ist Ihre erste Erinnerung an das Disney Universum?

Nomura: Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube es war die kleine Meerjungfrau. Als Kind habe ich in einem kleinem Dorf auf dem Land gelebt und unser Fernseher hatte nur zwei Kanäle. Eines Tages strahlte einer der beiden Kanäle die kleine Meerjungfrau aus. Es war der erste Disney Film den ich je gesehen hatte und wie ihr wisst, ist dieser in der Kingdom Hearts Reihe sehr bekannt.

Es ist eine bekannte Geschichte, wie die Idee einer Kollaboration zwischen Disney und Square Enix in einem Fahrstuhl aufkam, als sich Shinji Hashimoto und ein Disney Mitarbeiter unterhielten.  Was hat Sie dazu veranlasst, vorzuschlagen, dass Sie das Projekt übernehmen?

Nomura: Dies geschah zu der Zeit, zwischen den Entwicklungen von Final Fantasy VII und Final Fantasy VIII, als Super Mario 64 herauskam und die Industrie beim Übergang von 2D Sprites zu Polygon-Graphik war. Als ich Super Mario 64 spielte war ich von der Welt begeistert und dass man in der Lage war, sich frei darin zu bewegen.

Als ich an Final Fantasy gearbeitet habe, dachte ich mir, dass unser Kampfsystem perfekt in eine solche Welt passen würde. Also fing ich an, über ein 3D Action-Spiel nachzudenken. Ich sprach mit meinen Kollegen über diese Idee, aber es gab ein Problem: Mario ist ein weltberühmter Charakter und ein ähnlich erfolgreiches Spiel zu kreieren erforderte Charaktere, die auf einem ähnlichen Level waren, so wie die Disney Charaktere. Als ich hörte, dass Entscheidungsträger von Disney und Square Enix darüber sprachen, an etwas gemeinsam zu arbeiten, habe ich sofort meinen Namen ins Spiel gebracht. Ich wusste ich musste dies tun oder ich würde nicht noch einmal die Möglichkeit dazu haben. Einen anderen Grund gab es nicht.

Haben Sie damals Ratschläge von Hironobu Sakaguchi erhalten? Was denken Sie über das Projekt?

Nomura: Als ich anfing an der Kingdom Hearts Reihe zu arbeiten, gab mir Sakagushi ein paar Ratschläge. Er fragte mich, an was für einer Art Spiel ich arbeiten würde und ich antwortete, dass ich an einem simplen Adventure arbeite, an dessen Ende der Held eine Hexe besiegen müsse. Sakagushi meinte, dass es eine schlechte Idee sei und ich mich mit der Geschichte an Final Fantasy Fans richten müsse, es brauche also nicht so simpel zu sein. Dies war die einzige Warnung die er mir je gab und nachdem das Spiel fertig war, hatte er mir kein Feedback dazu gegeben. Bevor er uns verließ, sagte er mir noch: „Ich brauche dein Spiel nicht zu spielen denn ich weiß, dass es ein gutes Spiel sein wird. Du brauchst keine weiteren Ratschläge von mir.“

Sakaguchi wird als Vater der Final Fantasy Reihe angesehen, als derjenige, der die Serie erschaffen hat. In unseren Büros haben ihn nur wenige getroffen und viele die an Final Fantasy arbeiten, haben nie mit ihm zusammengearbeitet. Meine Generation ist die letzte, die noch mit Sakaguchi zusammengearbeitet hat. Es kann sein, dass ich zu der Zeit nicht so nett war und ich stelle mir vor, dass er mich als jemanden angesehen hat, mit dem es schwer ist zu arbeiten. Er hatte eine Menge Studenten unter sich und darunter war ich „der seltsame“, aber ich denke ich war auch der Einzige der Sakagushis Spirit darin geerbt hat, wie er Spiele machte und dies fortführte. Heute haben wir keinen Kontakt mehr und es ist ein paar Jahre her, dass wir voneinander gehört haben.

In Kingdom Hearts III wird es nun die Toy Story Welt geben aber es gab im ersten und zweiten Kingdom Hearts Teil Daten, die auf Toy Story hingewiesen haben. Können Sie uns sagen, warum es damals nicht spielbar war?

Nomura: Ich wollte Toy Story schon immer in Kingdom Hearts haben auch schon als wir den ersten teil entwickelt haben, hatte ich gehofft, eine Pixar Welt einfügen zu können. Ich sagte dem Team, dafür Sachen vorzubereiten, sollten wir die Erlaubnis von Disney erhalten. Wir haben die Möglichkeit leider nicht erhalten und die Ideen gingen nie in die Produktion.

Lag das an der Beziehung zwischen Disney und Pixar zu der Zeit?

Nomura: Als der Code gefunden wurde, haben die Fans gedacht, dass Toy Story bereits in das Spiel rein sollte aber während der Entwicklung herausgenommen wurde. Aber so war es nicht. Wir haben diese Assets vorbereitet um sie Disney zu präsentieren und um zu schauen, ob es möglich wäre, etwas mit diesen zu machen. Uns wurde allerdings direkt gesagt, dass wir diese Sachen nicht nutzen können, ohne eine genaue Angabe von Gründen.

Das Kampfsystem ist eine der einzigartigen Elemente in Kingdom Hearts und jedes Spiel fügte ein paar Features hinzu. Wie schwer ist es, immer die richtige Balance zu finden?

Nomura: Am Kampfsystem arbeiten wir meist in den letzten Wochen der Entwicklung, das Balancing ist also ein sehr schwieriger Prozess. Wir versuchen immer das Spiel so gut wie möglich zu justieren. Die Demo, die vor ein paar Wochen auf dem Premieren Event gespielt wurde bekam seit dem bereits Anpassungen. Wir haben das Spiel weiter analysiert und Anpassungen vorgenommen, nachdem die Presse ihre Hand an das Spiel anlegen konnte. Dies machen wir bis zur letzten Minute, aber es gibt nicht die richtige Antwort darauf, was das beste Kampfsystem oder die richtige Balance ist: Es ist immer eine Sache darin, eine Gemeinsamkeit darin zu finden, was die Entwickler machen wollen und was die Fans erwarten.

In Kingdom Hearts III bereisen wir einige Welten basieren auf Pixar Filmen. Wie wählen Sie aus, welche Umgebung in das Spiel integriert wird?

Nomura: Die Serie gibt es nun schon eine ganze Weile und die Fans wären gelangweilt, wenn es immer die selben Welten gäbe. Also haben wir versucht in Kingdom Hearts III komplett neue Welten zu integrieren, neben denen die aus Plot Gründen absolut notwendig zurückzubringen. Wie ich schon vorher über Toy Story sagte, wollt eich schon immer Pixar Welten in den Spielen haben und dies war die beste Möglichkeit, es zu tun. Zum Weg, wie wir die Welten auswählen: Der Prozess ist sehr geradlinig. Ich bitte mein Team Vorschläge zu neuen Welten zu machen und welche Ideen darin umgesetzt werden könnten. Sie erstellen Design-Dokumente und zeigen sie mir und dann wähle ich die aus, die mir am besten gefallen. Es gibt noch viel mehr Pixar und Disney Welten, die ich gerne in dem Spiel hätte, aber auf das Release-Datum bezogen, haben wir nicht so viel Zeit und können nur eine bestimmte Anzahl umsetzen.

Jede Welt bringt spezielle und einzigartige Kostüme für die Charaktere mit. Gibt es da einen speziellen Design-Prozess zu?

Nomura: Ich habe immer eine sehr klare Vorstellung davon, wie Sora aussehen soll. Ich bringe oft Fotos von speziellen Kleidungen und Accessoires mit ins Büro oder direkt Klamotten und Objekte die ich gekauft habe und sage dem Team dann „Ich will diese Jacke“ oder „Ich will diese Hosen“. Daraufhin muss das Team Charakter Designs erstellen und ich ändere diese oder segne sie ab. In Kingdom Hearts III erscheint Sora oft anders in den Welten, hier habe ich zuerst einen Entwurf erstellt, wie ich möchte, dass er aussieht in den Welten und habe das dann den Art Directors bei Disney und Pixar vorgelegt. Nachdem ich deren Feedback erhalten habe, wurden die Entwürfe abgeändert und erstelle neue Entwürfe. Dieser Zyklus wiederholte sich, bis alle zufrieden waren.

Viele Publisher ziehen es vor, ihre Projekte anzukündigen, wenn sie in der Entwicklung bereits weit fortgeschritten sind. Aber Spiele wie Kingdom Hearts 3 oder das Final Fantasy VII Remake wurden bereits sehr früh angekündigt, was zu hohen Erwartungen bei den Fans geführt hat. Hätten Sie es vorgezogen zu warten anstatt nun mit dem Druck und den Erwartungen der Fans umgehen zu müssen?

Nomura: Die Entscheidung, wann wir ein Produkt der Öffentlichkeit vorstellen ist immer schwer. Ich kann verstehen, warum manche Firmen so lange wie möglich warten und ich denke, es ist für sie eine gute Sache. Aber in unserem Fall ist es so, dass wir Druck von den Fans bekommen, wenn wir nichts ankündigen. Sie fragen immer „arbeitet ihr daran?“ oder „warum macht ihr kein Sequel dazu?“. Nach der Ankündigung wird die Situation allerdings nicht besser, denn dann fragen sie „wann kommt es heraus“ oder „wann zeigt ihr einen neuen Trailer?“.

Die Leute warten auf neue Informationen, egal ob ein Spiel angekündigt wurde oder nicht. Es ist toll, wenn wir etwas so lange wie möglich geheim halten können, aber heutzutage werden viele wichtige Projekte Opfer von Gerüchten und Leaks. Ich bevorzuge es dann, dass wir ein Spiel offiziell ankündigen anstatt das Gerüchte und Leaks im Internet kursieren. Besonders wenn ein Teil der Entwicklungen an andere Firmen outgesourced wurde. Da gibt es immer die Gefahr, dass Leute außerhalb des Inhouse Teams Informationen und Bilder nach Außen geben. Es ist viel schlimmer, wenn während der Entwicklung Fake-Gerüchte in Umlauf kommen und die Leute anfangen dies zu glauben. Dann sehen wir die Notwendigkeit darin zu entscheiden, ob wir das beantworten und dementieren.

Das gleiche passierte mit dem Remake von Final Fantasy 7. Ich bin mir durchaus bewusst, dass wir es zu früh angekündigt haben, aber in der Industrie wurde das Wort laut, dass wir daran arbeiten, also entschieden wir es offiziell anzukündigen anstatt es weiter geheim zu halten.

Während der E3 haben die Trailer eine menge Charaktere und Welten gezeigt. Von der dunklen Aqua zum Riku Replikant über die Welten aus „Eiskönigin“ und das Ratatouille Minispiel. Machen Sie sich keine Sorgen darüber, zuviel zu zeigen, bevor das Spiel herauskommt?

Nomura: Ich versichere euch, dass es noch eine Menge Überraschungen gibt, die auf die Fans warten und damit meine ich nicht nur die Welten, die wir bisher nicht gezeigt haben. Die E3 Trailer haben nur kleine Beispiele von dem gezeigt, was die Spieler während ihres Abenteuers entdecken können. Wir haben diese Charaktere und Welten nicht in der Tiefe gezeigt; was wir gezeigt haben war aber genug, um die Imagination und Neugierde der Fans anzuregen.

In kommenden Ankündigungen werden wir weitere Details dazu zeigen, aber es gibt auch Sachen, die wir bis zum Schluss geheim halten werden, so dass die Spieler diese selbst entdecken können. Was ich sagen kann ist, dass viele Charaktere, die in den vergangenen Spielen aufgetaucht sind, jetzt wiederkehren werden und es einige gibt, die wir noch nciht gezeigt haben. Wir haben auch ein paar sehr wichtige Charaktere geheimgehalten, welche die Fans sprachlos machen werden. Ich bin mir sicher, die Fans werden überraschter über die Trailer sein, die wir in den kommenden Monaten zeigen werden, als über das, was während der E3 gezeigt wurde.

Während den E3 Pressekonferenzen von Microsoft und Sony gab es neue Trailer zu sehen. Auch SE hat während des Showcase einen Trailer gezeigt. Angekündigt wurde auch die Deluxe Edition und ein All-in-One Paket für PS4. Viele neue Bilder zum Spiel gab es ebenfalls. Hier gibt es eine weitere Frage und Antwort Runde mit Nomura über Themen wie DLCs und die Verschiebung auf Januar und hier über Star Wars Charaktere und neue Welten.

Kingdom Hearts III erscheint am 29. Januar weltweit für PS4 und Xbox One. Ihr könnt es unter anderem bei Amazon * vorbestellen.

Quelle: khinsider

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Roland

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