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Final Fantasy XIV: Wieder ein Housing-Desaster?

Auch beim neusten Housing-Update gab es viele Probleme, die die XIV Community erzürnen.

Am Dienstag, den 30. Januar 2018 ging Patch 4.2 des weltweit gefeierten MMORPG Final Fantasy XIV: Stormblood  live. Eines der großen Hauptthemen war unter Anderem das Housing, da es dort beim letzten Update massive Kritik den Entwicklern gegenüber gab und Director und Producer Naoki Yoshida  sich offiziell entschuldigte (wir berichteten). Nun hat man ein neues Housing-System eingeführt, dass gestern am 6. Januar um 11 Uhr nach einem weiteren kleinen Zwischenpatch released wurde in der Hoffnung, die Community der Spieler zufrieden zu stellen und deren Gemüter zu besänftigen.

Nicht ein mal 24 Stunden danach hagelte es in Foren, Facebook-Gruppen und auch auf reddit scharfe Wörter dem Update gegenüber. Aber wieso?

Seit Jahren ist Housing in Final Fantasy XIV  mehr als nur schöner Wohnen denn die Wohngebiete und deren Grundstücke sind begrenzt und jeder möchte gern ein Stück vom Kuchen haben. Bisher lief es folgendermaßen ab, wenn es darum ging, ein Grundstück zu „verkaufen“: Person (A) erwirbt ein Grundstück und bietet es beispielsweise in der Gruppensuche zum „Kauf“ an. Der „Käufer“ kommt mit jenem Spieler in Kontakt und überreicht ihm eine bestimmte Summe an Gil, der ingame Währung von Final Fantasy XIV. Nun räumt Person (A) das Grundstück für den vermeindlichen Käufer frei und jener muss wiederum Gil an das Spiel selbst zahlen, um das Grundtück dann selbst zu erwerben und endlich sein Eigentum nennen zu dürfen.

Durch die neuen Regelungen (siehe hier) sollte dieses eher missachtete und kritisch beäugte Konzept ein Ende finden, jedoch haben einige Spieler eine Lücke im System entdeckt und viele Spieler stehen nun ohne Haus da. Auf folgenden Bildern ist zu sehen, warum:

Auf Bild 1 kann man erkennen, dass die Eigentümer mehrerer Grundstücke das gleiche Gildenkürzel besitzen. Hierbei soll es sich um ein und dieselbe Freie Gesellschaft (kurz FG) handeln. Ebenso sieht man auf Bild 2 dass fast der gesamte Bezirk von Besitzern mit sehr ähnlichem Kürzel in Beschlag genommen wurde. Auch hier soll es sich um nur eine FG handeln, doch wie soll das gehen?

Viele große Gesellschaften haben wohl in den vergangenen Tagen, seitdem die offiziellen Patch Infos raus sind, ihre große in mehrere kleine FGs aufgeteilt, diese auf Stufe 6 gebracht und mit jeweils mindestens vier Mitgliedern versehen. Nun sind die Mitglieder ausgeschwärmt, haben die neuen freien Grundstücke erworben und bieten diese nun zum „Verkauf“ an. Der „Käufer“ wird dann in die Freie Gesellschaft hinzugefügt und zum Meister ernannt, alle anderen Mitglieder verlassen diese und man ist nicht nur im Besitz eines eigenen Wohnplatzes sondern auch einer eigenen Gilde.

» Update: Die Freie Gesellschaft(en) vom zweiten Bild ist die Handwerker-Gesellschaft von „Entropy“. Diese hat sich bereits auf ihrem twitter Account mehrmals in mehreren Beiträgen zur aktuellen Situation geäußert und die alle Beschuldigungen von sich gewiesen, nachlesen könnt ihr alles hier ! «

So sieht zurzeit das neue System der sogenannten Housing-Mafia aus. Und die Stimmen gegen dieses System werden lauter! Viele Beschwerden gingen in Gruppen und Foren öffentlich ein, auch haben sich einige direkt an Square Enix  gewandt in der Hoffnung, dadurch etwas zu erreichen. Ob es gelingt und ob das Team hinter Final Fantasy XIV  etwas dagegen unternehmen wird, bleibt abzuwarten.

Allerdings ist das nicht das einzige Problem, dass beim Release des Housing-Updates auftrat! Auch gab es massiv Schwierigkeiten, die das Lagerhaus  und vor allem Freie Gesellschaften betrafen. In einer offiziellen Info vom September 2017 wurde der Umzug ins neue Wohngebiet Shirogane beschrieben, darunter auch was die Kapazität des Lagerhauses und deren Überschreitung während eines Umzugs angeht. Der letzte Satz des Beitrags lautet:

Während eines laufenden Umzugs ist es möglich, die Obergrenze von 400 Möbeln und 40 Gartenmöbeln zu überschreiten.

Allerdings scheiterten nun im Januar viele Freie Gesellschaft daran, dass sie nicht umziehen konnten, da ihr Lagerhaus zu voll sei. „Umzug nicht möglich, da das Lagerhaus zu voll ist“ wurde vielen Spielern angezeigt. Auf vielen Servern bekamen vermeindliche Käufer diese Meldung und konnten somit nicht mit ihrem Heim umziehen.

Nun sind viele empört darüber, dass diese Info anscheinend nicht richtig war oder es nicht detailliert genug beschrieben wurde, wie es mit dem Lagerhaus gehandhabt wird. Wenn man sich die Informationen auf dem Lodestone näher anschaut, wird man auch nicht schlauer, da viele Sätze sehr widersprüchlich sind. Eventuell bekommen wir von Seiten der Entwickler hierzu eine Information in naher Zukunft… aber auch das war nicht alles.

Auf einigen Servern gab es das Problem, dass man ein Grundstück erworben hatte, das Geld weg war aber das Grundstück noch zum Kauf für andere Spieler zur Verfügung stand. In besonders schlimmen Fällen wurde sogar die alte Bleibe entfernt. Hier hat man allerdings schnell reagiert und binnen kurzer Zeit eine Notwartung auf jeweiligen Servern durchgeführt, um das Problem zu beheben. Den meisten schien dadurch geholfen.

Viele wütende und entmutigte Spieler geben nun dem Team hinter Final Fantasy XIV  und Square Enix  die Schuld an dem Problem, aber ist das so richtig? Können sie etwas dafür, dass viele das System einfach ausnutzen und sich selbst daran bereichern? Haben die Spieler vielleicht nur Informationen falsch interpretiert und sind nun, mehr oder weniger, selbst schuld?

Wir halten euch zu dem Thema auf dem Laufenden!

Quellen: Lodestone Forum englisch und deutsch, Facebook (Gruppen), reddit